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Landaufschwung

Tagespflegestation Seehausen

Moderne Pflegeeinrichtung auf ehemaliger Industriebrache

Tagespflege und Sozialstation Seehausen
Tagespflege und Sozialstation Seehausen

Dort, wo einst eine Konservenfabrik stand, wurde in den letzten Monaten für die Zukunft gebaut. Das Areal in der Hansestadt Seehausen/Altmark wurde bis vor etwa 25 Jahren industriell genutzt. „Am Stadtgraben“ heißt das Gebiet heute, und ist nun Standort einer modernen Tagespflege für pflegebedürftige Menschen. In Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband „Östliche Altmark“ Stendal, entstanden 16 Pflegeplätze. Gefördert wird das Projekt u.a. durch das Modellvorhaben „Land(Auf)Schwung“.

Im September 2018 konnte Richtfest gefeiert werden. Am 30. April 2019 wurde das Haus feierlich an das DRK übergeben werden. Der DRK Kreisverband „Östliche Altmark“ Stendal bewirtschaftet nunmehr insgesamt vier derartige Einrichtungen in der östlichen Altmark, um den ständig steigenden Bedarf an Pflegeplätzen gerecht zu werden. 

Projekt mit Modellcharakter

Das ist es auch, was die Grundstücksverwaltungsgesellschaft Seehausen GbR zu ihrer Investition bewegte. „Das Projekt dient zur Verbesserung der individuellen Wohn- und Versorgungssituation im ländlichen Raum“, sagt Karl-Heinz-Ziebarth, einer der Bauträger, neben Mathias Golz und der Konsumgenossenschaft als Gesellschafter der Investoren-Gemeinschaft. „Das Projekt soll Modellcharakter mit überregionaler Ausstrahlungskraft auf die Hansestadt Seehausen haben.“

Denn auf dem Areal wird es zukünftig nicht nur eine Tagespflege geben.  Die Einrichtung werde zusammen mit Möglichkeiten des betreuten Wohnens, sowie einer Sozialstation die Lebensqualität für Menschen jeden Alters erhöhen, ist sich Ziebarth sicher. Vor allem die Nähe und Anbindung an die Seehäuser Innenstadt sei ein großer Vorteil des Standortes. „Der Verödung und dem Leerstand der Innenstadt wird mit unserem Objekt etwas entgegengesetzt“, sagt der Investor.

Daseinsvorsorge im ländlichen Raum

Mit der Inbetriebnahme der neuen Einrichtung konnten sieben neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In der angrenzenden Sozialstation sind drei weitere Mitarbeiter tätig. Gerade für ältere Menschen wird die Eröffnung der Einrichtung ein Gewinn sein. Immer mehr Senioren leben allein. Sie müssen ihren Alltag ohne Hilfe von Freunden und Familie bewältigen und sind auf ambulante und temporäre Hilfe angewiesen. Das Projekt steht für die notwendige Daseinsvorsorge im nördlichen Bereich der Altmark.

Das jetzt bebaute Areal war jahrelang verlassen und zerfiel zusehends. Über zwei Jahrzehnte fanden sich weder Investoren noch Ideen, um das Gebiet entwickeln zu können. Das Bundesmodellvorhaben „Land(Auf)Schwung“ möchte mit seiner Förderung Impulse setzen, um solche Projekte verwirklichen zu können. Neben der Entwicklung einer Versorgungseinrichtung konnte so auch ein Schandfleck und Immobilienbrache verschwinden.

29.04.2019

© Björn Gäde E-Mail

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