Kontakt

Regionale Entwicklungsagentur Land(auf)Schwung Stendal
  • Arneburger Straße 24
  • 39576 Hansestadt Stendal
  • Sachsen-Anhalt

  • Telefon: +49 3931 410454
  • Fax: +49 3931 410455

E-Mail


Landaufschwung

Altes Schöpfwerk Vehlgast

Einmaliges technisches Denkmal kann erhalten werden

Das idyllisch gelegene alte Schöpfwerk in Vehlgast soll wieder mit neuem Leben erfüllt werden.

In Vehlgast steht das älteste noch erhaltene Schöpfwerk Sachsen-Anhalts. Um das einmalige Bauwerk in der Nähe von Havelberg zu erhalten, hat sich im Jahr 2011 ein Verein gegründet. Die Mitglieder suchen seitdem Wege und Mittel zur Sicherung und Sanierung des Industriedenkmals. Nun hilft das Modellvorhaben Land(auf)Schwung. Die Bauplanung ist damit gesichert. Denn ein Schwerpunkt der Bundesprogrammes liegt im Landkreis Stendal auf der Erhaltung von historischen Immobilien.

Das alte Schöpfwerk aus dem Jahr 1900 ist nicht nur historisch wertvoll, sondern auch eine ganz besondere Industrieanlage. In seinem Inneren schlummert eine weit über Sachsen-Anhalt hinaus als einzigartig zu bezeichnende Pumptechnik aus dem Jahr 1926. Aufgrund dieser größtenteils noch erhaltenen Anlage wurde das Alte Schöpfwerk als Kulturdenkmal geschützt. Das Landesamt für Denkmalpflege nahm es 1992 in das Denkmalverzeichnis des Landes auf. „Allerdings ist der aktuelle Zustand des Gebäudes  sehr bedenklich“, sagt die Schatzmeisterin des Vereins, Irma Stopka. 

Das Schöpfwerk wurde bereits vor vielen Jahren außer Betrieb genommen. Ein Neubau direkt nebenan erledigt seitdem seine Aufgaben. Die historische Anlage verfällt zusehends und ist mittlerweile einsturzgefährdet. „Zudem muss befürchtet werden, dass die denkmalgeschützte Technik nicht mehr vor Diebstahl geschützt ist und auch verfällt“, sagt Vereinsmitglied Stopka. Deshalb wolle der Verein alles sanieren. Die Kommune steht hinter dem Vorhaben. Und der eigentliche Besitzer, der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, hat das Haus dem Verein unbefristet verpachtet.

Die Vereinsmitglieder haben bereits genaue Vorstellungen, was aus dem Industriedenkmal werden soll. „Wir wollen es umfassend sanieren“, sagt Irma Stopka. In diesem Zusammenhang soll das alte Schöpfwerk so aufgestockt werden, dass es zukünftig sowohl als Museum als auch als örtlicher Treffpunkt genutzt werden kann. Nutzen könnten es dann Touristen und Einheimische. Die Planung dafür ist fast abgeschlossen. Eine Projektskizze wurde für eine mögliche Anschlussfinanzierung bereits beim europäischen Förderprogramm LEADER eingereicht.

Sobald das Denkmal Ende 2018 saniert ist, könnte es zu einem Museum werden. „Außerdem stellen wir es uns als Treffpunkt für Vereine vor“, sagt Stopka. Somit habe die Erhaltung nicht nur positive Auswirkungen auf das Ortsbild der kleinen Gemeinde, sondern trage auch zum Dorfleben bei. Wassertouristen können dann einen Stopp einlegen, die Toiletten nutzen und sich das einmalige Ensemble ansehen. „Land(auf)schwung war ein großer Glücksfall für uns. Die Anschubförderung hat die Motivation der Vereinsmitglieder wieder enorm gestärkt“, sagt Irma Stopka zusammenfassend.

Internet: http://www.altes-schoepfwerk-vehlgast.info 

Drei Fragen an…

…die Schatzmeisterin des Vereins, Altes Schöpfwerk Vehlgast, Irma Stopka

 Wie kam es zur Idee zum Projekt?

Irma Stopka: Durch die Handlungsnotwendigkeit, sprich den schlechten baulichen Zustand des Alten Schöpfwerks. Hinzu kam der gemeinsamen Wille von mehreren engagierten Dorfbewohnern, dieses Kulturdenkmal zu erhalten.

Was haben Sie bisher Besonderes bei der Umsetzung des Projektes erlebt?

Stopka: Das Schöpfwerk ist eine noch unscheinbare Perle, die wieder sichtbar gemacht werden will. Dabei merken wir, dass gemeinsames Handeln und gemeinsame Ziele großen Spaß machen.

 Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Projektes?

Stopka: Wir wünschen uns, dass wir neben dem Land(auf)schwung-Programm auch mithilfe von Mitteln aus dem europäischen Förderprogramm LEADER unser Projekt umsetzen können. Die Finanzierung der Eigenanteile wird eine weitere Herausforderung für den gemeinnützigen Verein - wir werden aktiv Spenden einwerben und weitere Möglichkeiten, zum Beispiel bei Stiftungen, nutzen. Den Bau wollen wir möglichst noch im Jahr 2017 vollständig abschließen.

 

19.04.2017

© Björn Gäde E-Mail

Zurück
zurück