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Landaufschwung

Grünland Bioladen Salzwedel

Die Biokiste für die Altmark

Felix Neumann von Grünland präsentierte das Projekt auf dem AltmarkMacherFestival (Foto: Björn Gäde)

„Echt Bio für die Altmark.“ So lautet der Slogan von Grünland – der Bioladen. Die Firma aus Salzwedel betreibt seit Jahren einen Markt mit Bioprodukten. Wann immer möglich, sind diese regional. Nun will Eigentümer Felix Neumann zusätzlich einen Lieferdienst mit einem Shop im Internet, seine Biokiste, starten. Dabei hilft ihm die Förderung von Land(auf)Schwung. Denn die Unterstützung von digitalen Anwendungen im ländlichen Raum ist eines der Themen des Modellvorhabens.

Die Kunden von Grünland sind bislang nach Salzwedel gefahren, wenn sie Bioprodukte kaufen wollten. Wer die Altmark kennt, weiß, wie groß sie ist. Und wie weit die Fahrwege mitunter sein können. Das ist weder umweltverträglich noch effektiv, dachte sich Neumann. „Einige Kunden können aufgrund der Entfernung nicht so oft zu uns kommen, wie sie möchten“, sagt der Geschäftsmann. Und Vorratseinkäufe seien gerade bei frischen Bioprodukten schlecht möglich.

Darum entwickelte er in den vergangenen Monaten die Idee der Biokiste, die im Internet bestellt werden kann und zu den Kunden nach Haus geliefert wird. In der Kiste könne nicht nur Obst und Gemüse liegen, sondern auch alles vom Frühstück bis zum Betthupferl, selbst Produkte für die Körperpflege. „Das Liefergebiet erstreckt sich von Salzwedel, über Wittenberge, Stendal und Gardelegen“, sagt Neumann. Schon heute arbeite er mit zahlreichen Bioproduzenten zusammen. Das soll sich in Zukunft noch weiter entwickeln.

Bereits jetzt ist für das Projekt ein neuer Arbeitsplatz entstanden. Neumann hat an Schulungen teilgenommen und ein neues System zur Warenwirtschaft ausgesucht. Wenn alles gut läuft, soll der Lieferdienst im August starten. Dann möchte Grünland auch Lieferant für Obst und Gemüse an Schulen werden. Dazu gibt es ein Förderprogramm von der Europäischen Union. An Ideen und Visionen fehlt es also Felix Neumann nicht.

Doch nicht nur er und seine geschäftlichen Aktivitäten könnten im Erfolgsfall profitieren. Für die Verbraucher entsteht mittels Webshop und Lieferdienst ein flächendeckendes Angebot. Und kleinere Bioproduzenten aus der Altmark haben mit Felix Neumann und seinem Team einen regelmäßigen Abnehmer ihrer Produkte.

 „Aus der Altmark, für die Altmark. So sieht für uns eine optimale Wertschöpfung aus“, sagt der Mann aus Salzwedel und verweist am Schluss auf eine zwingende Grundvoraussetzung: Ohne eine flächendeckende Internetverbindung mit ausreichender Geschwindigkeit besteht die Gefahr, auf dem Land abgehängt zu werden. Das trifft wohl auch auf seine Unternehmensidee zu. Umso zwingender ist der Ausbau mit schnellem Internet.  

Grünland Bioladen im Internet unter: http://www.gruenland-saw.de

Drei Fragen an…

Den Gründer von Grünland, Felix Neumann

Was haben Sie bisher Besonderes bei der Umsetzung des Projektes erlebt?

Felix Neumann: Die tolle Unterstützung von der Regionalen Planungsgemeinschaft Altmark beim Kampf durch den Förderungsdschungel. Als Laie ist man an manchen Stellen überfordert. Außerdem erlebe ich positives Feedback von Kunden und Interessenten für unser Projekt.

Was wird sich durch das Projekt für Sie persönlich verändern?

Durch den Lieferdienst entsteht ein neuer Zweig im Bioladen-Unternehmen, dass heißt erst einmal mehr Arbeit. Aber auch mehr Freude, wenn der Zweig wächst, Blätter und Blüten treibt und - hoffentlich recht bald - Früchte trägt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Projektes?

Ich wünsche mir mehr Vernetzung und Stärkung von regionalen Strukturen und ein attraktives Angebot im ländlichen Raum, vor allem, um mit städtischen Angeboten mithalten können.

08.08.2017

© Björn Gäde E-Mail

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