Land(auf)Schwung lässt historische Immobilien auferstehen

Mithilfe des Bundesmodellvorhabens Land(auf)Schwung können im Landkreis Stendal bereits sechs historische Immobilien auf eine Rettung hoffen. „Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hinterlässt erste sichtbare Spuren in unserer Region“, sagt der Landrat des Landkreises Stendal, Carsten Wulfänger (CDU). Er sei froh und dankbar, dass es diese Initiative gebe. „Wir hauchen den Gebäuden nicht nur neues Leben ein und beseitigen damit den Leerstand in unserer Region, sondern verbessern den Lebensraum für unsere Einwohner und schaffen attraktive Ziele für Gäste“, sagt Wulfänger weiter.

Bei den geförderten Projekten handele es sich um einzigartige und historische Immobilien, hinter denen eine Reihe sehr aktiver Altmärkerinnen und Altmärker stünden. Speziell geht es um die Sanierung und Wiederbelebung der Alten Schule in der Hansestadt Werben, des Schröderhofes in Borstel, der Jagdschule in Ottersburg, der Zuckerhalle in Goldbeck, des alten Schöpfwerkes in Vehlgast und der historischen Industriehallen in Tangerhütte. Die Projekte zur Rettung dieser Gebäude sind angeschoben und sollen je nach individueller Planung in den kommenden Jahren abgeschlossen sein.

„Luxus-der-Leere“-Initiative mit großer Resonanz

Derweil wollen sich weitere Kommunen der Altmark an der sogenannten „Luxus-der-Leere“-Initiative beteiligen. „Das Brachflächenmanagement in Bismark, Osterburg und Arneburg-Goldbeck ist eine Erfolgsgeschichte für den Landkreis Stendal“, sagt Wulfänger. Der Start des Immobilienportals altmark.kip-sachsen-anhalt.de sei äußert positiv verlaufen und habe jede Menge Resonanz erzeugt. „Das zeigt den Bedarf für das Projekt.“ In der Altmark gebe es zwischen den Metropolen Berlin, Hamburg und Hannover günstigen Wohnraum. „Mit dem Ausbau des schnellen Internets sowie der Autobahn 14 wird unsere Region auch weiterhin an Attraktivität gewinnen“, sagt Wulfänger abschließend.

Die nachhaltige Entwicklung von Immobilien in der Altmark ist ein Schwerpunkt des Förderprogramms Land(auf)Schwung. Ziel ist es, Häuser, Ortschaften und Ortskerne so weit wie möglich zu erhalten, um eine lebenswerte Umgebung zu schaffen. Leerstand und Industriebrachen sollen die Region nicht verschandeln. Mit der Entwicklung von speziellen Projekten etwa kann den Gebäuden wieder neues Leben eingehaucht werden. Die Altmark wird zum attraktiven Lebensraum.

Dem alten Schöpfwerk Vehlgast soll neues Leben eingehaucht werden (Bild: Björn Gäde)