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Altmark entwickelt sich immer mehr zum Smart Country

Vom IPGarten überzeugten sich auch die Bloggerinnen von Milch & Moos auf ihrer Tour im September durch den Elb-Havel-Winkel (Foto: Björn Gäde)

Die Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt entwickelt sich immer mehr zu einem Smart Country. "In diesem Jahr sind gleich mehrere erfolgsversprechende und zukunftsweisende digitale Projekte gestartet", sagt der Landrat des Landkreises Stendal, Carsten Wulfänger (CDU), am Donnerstag (28.12.) in Stendal. Was als Vision begann, sei mittlerweile eine zarte Pflanze, die bald blühen werde. "Als Modellregion des Bundesmodellvorhabens Land(auf)Schwung setzen wir bewusst und erfolgreich auf diese Entwicklung." Mithilfe digitaler Lösungen könnten gerade im ländlichen Raum die Menschen in den Bereichen Mobilität, Gesundheit, Versorgung und Bildung profitieren. "Außerdem unterstützen wir mit der gezielten Förderung Innovationen und schaffen Arbeitsplätze", sagte Wulfänger weiter. 

Unter anderem ist 2017 das erste digitale Patientenportal der Altmark gestartet. Mit dem von Land(auf)Schwung geförderten Projekt der Firma Innocon-Systems GmbH aus Tangermünde können Patienten der beiden Krankenhäuser in Gardelegen und Salzwedel über das Internet in ihre Krankenakte einsehen. Sie haben mit der sogenannten Krankenakte für die Hosentasche jederzeit Zugriff auf ihre Termine, Diagnosen, Röntgenbilder oder den Arztbrief. Außerdem ist es möglich, Aufklärungsdokumente oder Verträge zukünftig von zu Hause aus einzusehen und vorauszufüllen. Auch die Verwaltung von Terminen und Medikamenten kann am Handy erledigt werden. 

Ebenfalls in diesem Jahr startete der Onlineshop mit Lieferdienst des Bioladens Grünland aus Salzwedel. Damit ist ein flächendeckendes Angebot für die altmärkischen Verbraucher entstanden, vor allem für jene, die keine weite Strecken bis zum Ladengeschäft zurücklegen können oder wollen. Grünland verteilt sogenannte Biokisten mit Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau. Mit der Einrichtung des Onlineshops wird die Umwelt geschont und es konnten Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden. Das gelang auch mit dem digitalen Projekt IP Garten in Warnau. Über das Internet bietet das Start-up aus Berlin für Großstadtbewohner die Bewirtschaftung von Gartenparzellen in der Altmark an. Der Inhaber kann via Netz-Kamera seinen Pflanzen beim Wachsen zusehen und erhält zudem dann das frische Gemüse. Weitere Flächen im Landkreis Stendal werden 2018 dazukommen, wodurch Arbeitsplätze für Pflege und Ernte in der Region entstehen.

Land(auf)Schwung unterstützt auch den Zweckverband Breitband Altmark bei seinen Bemühungen, die Region mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. "Es ist ein Mammutprojekt, doch mittlerweile sind Datenautobahnen mindestens so wichtig wie herkömmliche Autobahnen", sagt Landrat Wulfänger. Er verweist darauf, dass auch im Jahr 2018 digitale Projekte in der Altmark entstehen und gefördert werden. "Der Landkreis Stendal bleibt noch zwei Jahre bis Ende 2019 Modellregion des Bundesmodellvorhabens", sagte Wulfänger abschließend.

28.12.2017

© Björn Gäde E-Mail

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